Große Möbelspende für die JRS

Mit Schülersprecher Max Inosemzev freuten sich Stefan Spöhrer (r.), kommissarischer Schulleiter, und Jens Gauthier, Geschäftsführer von LAP, dass die Möbelspende so gut ankam. (Foto: t&w)

Schüler profitieren vom Trend zu Homeoffice

Viele Möbel der Johannes-Rabeler-Schule waren in die Jahre gekommen, deshalb freuen sich Schüler, Schulleitung und Lehrer über eine Möbelspende des Unternehmens LAP. Was die Schule und das Unternehmen verbindet: beide gehen Wege der Digitalisierung.

Lüneburg. Einen großen Blumenstrauß als Dankeschön überreichte Max Inosemzev, Schülersprecher der Johannes-Rabeler-Schule, an Jens Gauthier, Geschäftsführer Medizintechnik bei LAP. Das weltweit agierende Unternehmen für Lasertechnik hat der Schule Regale, Sideboards, Bürotische und Sessel gespendet. "Einfach klasse, dass wir nun neue Regale in den Klassenräumen haben, in denen wir zum Beispiel unsere iPads lagern können", freute sich der 16-jährige Max für seine Mitschüler. Was die Schule und das Unternehmen verbindet: beide gehen Wege der Digitalisierung.

Regale waren fast 50 Jahre alt

Aus einem Gespräch mit Stefan Spöhrer, kommissarischer Leiter der Rabeler-Schule, hatte Gauthier erfahren, dass die Förderschule dringend neue Möbel bräuchte. Die Regale zum Beispiel waren aus den 1970er-Jahren, damals eine Spende der Bezirksregierung. „Angestoßen durch die coronabedingten Veränderungen in der Arbeitsorganisation etablieren wir bei LAP verstärkt Formen der digitalen Zusammenarbeit. Durch die Möglichkeit, dass Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, benötigen wir einen Teil unserer Möbel nicht mehr", verdeutlicht Gauthier.

Ein Gewinn für die Rabeler-Schule, die ebenfalls große Schritte in Sachen Digitalisierung gemacht hat. Im Klassenraum der 5b, wo nun bereits ein neues Regal und ein Sideboard Einzug gehalten haben, zeigt Spöhrer auf ein iPad, auf das etwas geschrieben oder gezeichnet werden kann. Gekoppelt an einen Beamer wird das dann auf eine Leinwand geworfen. Um den Text für einen Schüler, der eine starke Sehbeeinträchtigung hat, lesbar zu machen, "ist es eine gelbe Schrift auf schwarzem Hintergrund", erläutert Max Inosemzev. Die iPads seien aus dem Förderpaket II des Digitalpaktes für Schulen.

Durch Corona-Krise hat Digitalisierung enormen Schub bekommen

"Damit werden ganz neue Dimensionen der Fördermöglichkeiten für unsere Schüler geschaffen", sagt Spöhrer, auch was das Lernen im Rahmen der Inklusion angeht. "Wir haben unter anderem digitale Beratungs-, Unterrichts- und Freizeiträume eingerichtet, die auch von anderen Schulen genutzt werden. Schüler können sich hier freizeitlich treffen, um so einer Vereinsamung entgegenzuwirken oder um sich alleine oder mit ihren Eltern Rat zu holen. Auch werden diese Räume für Fördergruppen an den Regelschulen genutzt.“ Dies verhindere, dass Bildungsnachteile sich vergrößern und Kinder aus dem System fallen.

Wie Spöhrer ist auch Gauthier der Meinung, dass durch die Corona-Krise die Digitalisierung einen enormen Schub bekommen hat. Mitarbeitern ermögliche die virtuelle Zusammenarbeit mehr Flexibilität. Direkt mit dem ersten Lockdown im März habe LAP sofort auf Homeoffice umgestellt, da man darauf bereits gut vorbereitet gewesen sei. Diesen eingeschlagenen Weg wird das Unternehmen, das weltweit 320 und in Lüneburg 200 Mitarbeiter hat, weitergehen. Auch die Rabeler-Schule schaut gut gewappnet in die Zukunft, "die Stadt hat enorm viel für unsere digitale Ausstattung getan".