Anja und Sahra berichten: Als Fakire im Zirkus Ra Bella

Das Ganze begann am Dienstag. Aufgeregt gingen wir zu den Sülzwiesen, denn wir wussten nicht, was auf uns zukommen würde. Wir hatten uns für die Gruppe der Fakire und Feuerspucker entschieden.
Aber etwas mulmig war uns schon: Wie ist es, durch Scherben zu laufen? Sind die Füße hinterher zerschnitten und blutig? Würde es weh tun, auf einem Nagelbrett zu liegen? Doch am gefährlichsten schien uns das Feuerspucken: Denn wer hat schon gerne abgesengte Haare und Brandblasen am Mund? Aber unser Trainer, Robert, winkte ab: Keine Gefahr, keine Schmerzen, wenn man alles richtig macht. Ja, alles richtig machen wollten wir schon.

Trotzdem fühlten wir uns bei den ersten Schritten in die Glasscherben etwas unsicher. Wir sollten in einem Scherbenhaufen stehen, uns in ihm drehen und dabei die Beine wie ein Frosch auf der Wiese anheben. Komisch: Die Scherben waren kalt aber nicht scharf. Allerdings musste man, wenn man aus den Scherben herauskam, sorgfältig die Fußsohlen abstreifen, damit sich kein Splitter verfangen konnte. 

Nicht anders beim Nagelbrett. Hier ist der Trick, dass man das Gewicht des Körpers auf so viele Nägel wie möglich verteilt. Sonst piekst  es doch!

Höhepunkt aber war das Feuerspucken. Damit das richtig klappt, übt man erst einmal mit Wasser. Wir sollten es mit Kraft rausprusten, so dass es eine Wasserwolke gab. Robert, der Trainer, scherzte, wir sollten so gegen eins der Zirkusautos spucken, dass es sauber würde. Aber schnell wurde es Ernst: Als erstes die Haare nach hinten binden. Dann ein Pulver in den Mund nehmen. Schmeckt nicht und sollte auf keinen Fall verschluckt werden. Nun endlich hin zu Robert, der eine brennende Fackel vor unseren Mund hielt. 

Wir spuckten. Und: Eine Stichflamme, meterlang, schoss aus unserem Mund. Gewaltig! Man kriegt selbst einen Schreck, - aber weh tut es nicht. Nur hinterher muss man schnell den Mund ausspülen. Das ist schon alles!

So trainierten wir Dienstag und Mittwoch für die Zirkusvorstellungen.

Anja Ziebarth und Sahra Rosenau
Klasse 8V

  

Giana und Christian berichten: Schule einmal anders

Als wir gehört haben, dass wir zum Zirkus müssen, hatten wir erst keine Lust.  Am ersten Tag beim Aufbau haben wir jedoch gesehen, dass die Zirkusleute ganz lustig sind. Am Montag sind die Lehrer und Lehrerinnen aufgetreten, das fanden alle extrem witzig und gut. Am Dienstag hatten alle den ersten Tag, wir übten und übten und hatten alle viel Spaß. Herr Sperlich hat mir für die Ponynummer alles beigebracht, ich musste z.B. vor dem Pony Felix weglaufen. Dann gab es auch noch Zauberer, der eine von denen heißt Christian. Dem hat das Zirkusprojekt viel Freude gemacht. Er musste in eine Kiste klettern, dann wurden viele Schwerter dicht um seinen Körper durchgestochen. Christian hatte dabei keine Angst.

Am Mittwoch haben wir wieder alle Zauberkunststücke geübt, ein Lehrer hat uns dabei unterstützt. Ich glaube am Donnerstag war unser letzter Tag zum Üben, na ja, ich war ganz schön aufgeregt.  Am Freitag hat meine Aufführung stattgefunden. 
 Um 9.00 Uhr ging die erste Vorstellung los, es kamen ganz viele Kinder aus den Kindergärten und aus anderen Schulen. Ich fand es toll, wie die Kinder sich freuten. Um 15.30 Uhr kamen ganz viele Eltern und Kinder. Ich hatte meine Aufführung mit Felix und Herrn Sperlich. Es gab auch eine Nummer mit Ziegen,  Fenja hat das alles  richtig toll gemacht.

Als die Vorstellung zu Ende war, gab es leckeren Kuchen und Kaffee und Würstchen. Mimosa und Sahra haben Spenden gesammelt für unser afrikanisches Patenkind Hodabalo. Am Samstag war es soweit, die letzte Aufführung hat erfolgreich stattgefunden, dann wurde das Zelt in kurzer Zeit abgebaut. Allen Helfern hat auch diese Arbeit richtig Spaß gemacht. Auch hier gab es eine gute Verpflegung mit Würstchen, Getränken und Kuchen. Am Montag war wieder Schule, aber keiner hatte Lust dazu. Wir würden sooo gerne wieder Zirkusprojekt haben!!! 

(Giana Picard und Christian Kylla)